Der Ölpreis ist nach der US-Wahl deutlich gefallen. Brent schloss am 04.11.2026 bei 94.62 Dollar je Fass, 8.7% unter dem Vortag. Weil gleichzeitig der Dollar billiger wurde, kostet ein Fass in Franken noch rund 77 Franken nach 85 Franken. Beim Heizöl in der Schweiz zeigt sich der Rückgang bereits.
Brent für Lieferung im Januar verlor am 04.11.2026 rund 9 Dollar, von 103.60 auf 94.62 Dollar je Fass. Laut Reuters war das der tiefste Schlusskurs seit dem 31.08.2026. Am 30.10.2026 hatte derselbe Kontrakt noch 113.43 Dollar gekostet, seither ging es 16.6% nach unten. Die US-Sorte WTI fiel am selben Tag von 96.09 auf 88.12 Dollar, ein Minus von 8.3%. Am 05.11.2026 um 09:05 lag Brent bei 94.98 Dollar, WTI bei 87.90 Dollar (Yahoo Finance).
Warum der Preis fällt
Laut Reuters vom 05.11.2026 setzen Händler darauf, dass nach den US-Zwischenwahlen das Risiko einer weiteren Eskalation im Krieg mit Iran sinkt. Katar vermittelt, ein iranischer Vertreter sagte laut Reuters, man sei von einer Einigung weit entfernt. Der Rückgang beruht also auf einer Erwartung, nicht auf einem Abkommen. Analysten verweisen auf offene Fragen.
Doppelter Effekt für die Schweiz
Öl wird in Dollar gehandelt. Für Käufer in der Schweiz zählt deshalb auch der Wechselkurs. Laut EZB-Referenzkursen kostete ein Dollar am 04.11.2026 0.8155 Franken, nach 0.8199 am Vortag. Umgerechnet kostete ein Fass Brent damit rund 77.16 Franken nach 84.94 Franken, ein Minus von 9.2%.
Beim Heizöl ist der Rückgang bereits sichtbar. Laut HeizOel24, dem Durchschnitt der Händlerangebote, kosten 100 Liter bei einer Bestellung von 3'000 Litern am 05.11.2026 164.26 Franken (abgerufen 09:15). Das sind 3.24% weniger als am Vortag und 10.28 Franken weniger als vor einer Woche. Die Preise werden im Tagesverlauf laufend angepasst.
Was das für dein Geld heisst
Füllst du einen Tank mit 3'000 Litern, kostet das zu diesem Preis rund 4'928 Franken. Vor einer Woche waren es rund 5'236 Franken, also gut 300 Franken mehr. Teuer bleibt Heizöl trotzdem: Laut dem Bundesamt für Statistik (03.11.2026) kostete Heizöl im Oktober 81.4% mehr als ein Jahr zuvor, Benzin 26.5% und Diesel 36.9% mehr. Laut BFS gehörten sie zu den Haupttreibern der Teuerung von 1.5% im Oktober.
Wann und wie stark Benzin und Diesel billiger werden, sagt keine der Quellen. Eine Prognose machen wir nicht.
Wer Heizöl bestellen muss, sieht den Preis täglich auf den Vergleichsseiten der Händler. Ob der Rückgang anhält, hängt laut Reuters vor allem davon ab, wie es im Krieg mit Iran weitergeht.
Was als Nächstes zählt: der Dollar zum Franken (EZB-Referenzkurs, jeden Werktag) und die nächsten Meldungen zu den Gesprächen mit Iran.
Allgemeine Information, keine Anlageberatung.
