Drei Meldungen vom 03.11.2026: die Teuerung im Oktober, ein Zukauf von Lonza in den USA und die Quartalszahlen von Clariant.
Teuerung Oktober 2026 bei 1.5%, erwartet waren 1.2%
Der Landesindex der Konsumentenpreise stieg im Oktober 2026 gegenüber Oktober 2025 um 1.5%. Gegenüber dem Vormonat September 2026 stieg der Index um 0.2%. Ökonomen hatten laut cash.ch, Umfrage von Bloomberg, 1.2% erwartet. Treiber sind Importgüter mit +3.7% zum Vorjahresmonat (Heizöl, Benzin, Diesel), Inlandgüter stiegen um 0.8%, die Kerninflation um 0.5%. Warum das zählt: Die Teuerung ist eine Grundlage für Lohnverhandlungen und die Geldpolitik der SNB. Zum Vergleich: In der Eurozone lag die Teuerung im September 2026 bei 3.8% (Eurostat, 16.10.2026).
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Nächster Termin: Eurostat Schnellschätzung Eurozone Oktober am 04.11.2026.
Quelle: BFS, Medienmitteilung LIK Oktober 2026, 03.11.2026; Erwartung: cash.ch, Umfrage von Bloomberg; Eurostat, 16.10.2026. Mehr dazu
Lonza kauft 5 US-Werke von Merck KGaA, rund 1'100 Stellen
Lonza übernimmt fünf Produktionsstandorte für Auftragsfertigung in den USA vom deutschen Konzern Merck KGaA und steigert so die Zahl ihrer US-Werke von 4 auf 9; rund 1'100 Mitarbeitende wechseln zu Lonza. Den Kaufpreis nennt Lonza nur als «tiefen bis mittleren dreistelligen Millionenbetrag» in Franken, bezahlt aus vorhandenen Mitteln und Kreditlinien. Für das Jahr 2028 erwartet Lonza aus den Werken rund CHF 250 Mio. Umsatz, der Abschluss ist für Mitte 2027 geplant. Warum das zählt: Die USA sind laut Lonza ein zentraler Markt für neue Medikamente, Lonza (Basel) baut dort ihre Produktion aus. Alle übernommenen Werke und Mitarbeitenden sind in den USA, bis zum Abschluss laufen die Werke laut Lonza unabhängig weiter. Für dich in Franken: Lonza bestätigt ihre Ziele für 2026 und das angekündigte Aktienrückkaufprogramm bleibt laut Mitteilung unverändert.
Quelle: Lonza, Ad-hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR, 03.11.2026; Rückkauf: Keystone-SDA via bluewin.ch, 03.11.2026. Mehr dazu
Clariant hebt Preise um 5.7%, Marge sinkt auf 15.6%
Der Chemiekonzern Clariant (Muttenz) setzte im 3. Quartal 2026 CHF 968.8 Mio. um, 6.9% mehr als im Vorjahresquartal (CHF 905.9 Mio.). Getragen wurde das vor allem von Preiserhöhungen um 5.7%, die verkaufte Menge sank um 0.1%. Das Betriebsergebnis vor Sondereffekten (EBITDA) sank auf CHF 151.5 Mio., die Marge von 17.9% auf 15.6%; Analysten hatten laut Investing.com CHF 159 Mio. erwartet. Warum das zählt: Clariant begründet die Preiserhöhungen mit teureren Rohstoffen, Energie und Transporten, also denselben Kosten, die auch die Schweizer Teuerung im Oktober treiben. Die Jahresziele 2026 bestätigt Clariant.
Quelle: Clariant, Ad-hoc-Mitteilung Q3 2026, 03.11.2026; Erwartung: Investing.com, 03.11.2026. Mehr dazu
Allgemeine Information, keine Anlageberatung.